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TANDEM NOTGEDRUNGEN NEU AUFGEBAUT UND LACKIERT

DA WIR SEIT MONATEN UNDEFINIERBARE KNACK-GERÄUSCHE IM RAHMEN HATTEN UND WIR SÄMTLICHE ANBAUTEILE ABGEBAUT, GEREINIGT, GEFETTET UND WIEDER ANGEBAUT HABEN UND TROTZ ALLEM DIE GERÄUSCHE NICHT WEGBEKOMMEN HABEN, HABEN WIR UNS ENTSCHLOSSEN DIE SCHWEISSNÄHTE ZU ENTLACKEN UND SIE MIT EINEM SPEZIALSPRAY EINZUSPRITZEN. (MIT DEM KANN MAN HAARRISSE SICHTBAR MACHEN) WIR HATTEN ANGST DAS UNS DER RAHMEN UNTER DER GROSSEN LAST EINES MARATHONS BRECHEN KÖNNTE. DOCH ES WURDEN KEINE RISSE SICHTBAR. MIT DER GEWISSHEIT, DAS DER RAHMEN OK IST HABEN WIR UNS ANS WERK GEMACHT IHN NEU ZU LACKIEREN (WEISS) UND WIEDER AUFZUBAUEN. SIEHE DA, ALLE GERÄUSCHE SIND WEG. WIR WISSEN BIS JETZT NICHT WAS ES WAR, ABER OHNE KNACKEN MACHEN DIE SCHNELLEN ABFAHRTEN DOCH EBEN MEHR SPASS. NATÜRLICH SIEHT ES JETZT IN WEISS AUCH NOCH VIEL SCHÖNER AUS :-)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In den letzten Jahren wurde das Tandem komplett auf Haltbarkeit umgebaut, so dass es schon zu einem Eigenbau wurde.

Rahmen:                   Ciclib

Gewicht:                   21 kg komplett

Federgabel:             Marzocchi Dirt Jumper 3

Scheibenbremse:   Magura Julie, vorne 220 hinten 190 mm

Schaltung:               Shimano XT Rapidfire

Schaltwerk:             Shimano Saint 9-fach  (noch nicht auf dem Bild oben verbaut)

Umwerfer:                Shimano XT 3-fach

Kettenblätter:          Shimano 2 x Stahl, 1 x Alu 20/32/44    (20er ist Sonderanfertigung für Tandems)

Kette:                         Shimano HG53   (Günstig aber haltbarer als die Teuren) siehe unten #

Kassette:                  Shimano 11/34  HG52

Innenlager:               2 x Shimano XT

Kurbeln:                   Shimano Deore für Tandem

Felgen:                      Mavic D521, 36 Speichen, XT-Naben

Reifen:                       POCO- Kardung-La 2,25" Faltreifen, da er einer der wenigen ist mit bis zu 4,5 bar.  

und natürlich Schutzbleche von SKS Sundern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mountain Goat: Hersteller von 20er   Kettenblättern fürs Tandem.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Tandem ist sehr wartungsintensiv. Z. B. brauchen wir ca. alle 150 - 200 km eine neue Kette (39€) sowie nach ca. 500 km eine neue Kassette und Kettenblätter. #

#SEIT 2010 FAHREN WIR DIE GÜNSTIGERE ABER AUCH SCHWERERE SHIMANO KETTE HG 53 FÜR NUR  CA. 10 EUR DAS STÜCK UND HABEN DAMIT EINE HALTBARKEIT VON ÜBER 500km. NICHT ALLES WAS TEUER IST HÄLT AUCH LÄNGER, ABER DAFÜR ALLES WAS SCHWERER IST.

Nach spätestens jedem zweiten Marathon werden die Bremsbeläge erneuert. Das kommt, weil bergauf die doppelten Kräfte an Kette und Ritzel zerren und das Tandem auf feuchtem Untergrund natürlich auch noch bedeutend tiefer einsinkt als ein normales MTB. Und bergab muss das doppelte Gewicht über nur zwei Felgen herunter gebremst werden.

Wir müssen auch mit mindestens 4 bar Luftdruck fahren, da uns sonst der berühmte Reifendurchschlag ereilt (= Schlauch wird bei einem Stein oder einer Kante zwischen Mantel und Felge so zusammen gepresst, dass er platzt). Man kann sich vorstellen, dass mit 4 bar nicht gerade ein Supergrip in den Kurven gewährleistet ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dies ist ein Bericht von Andreas für alle die damit liebäugeln, sich ein Tandem anzuschaffen oder sogar damit an MTB-Marathons teilzunehmen.

 

Bei mir war es so, dass ich das Tandem ursprünglich nicht für Marathon-Veranstaltungen gekauft habe, sondern um mit meiner Frau Steffi schöne Radtouren zu unternehmen.Da ich bis dahin erheblich mehr Kilometer auf dem Mountainbike zurückgelegt hatte als Steffi, war ich auch entsprechend besser trainiert. Der Leistungsunterschied war sehr deutlich. Obwohl ich versuchte, sie bei unseren Touren nicht zu überfordern, kam sie doch des öfteren an ihre Grenzen. Ich hatte ihr gegenüber dann immer ein schlechtes Gewissen und befürchtet, dass ihr die Touren keinen Spaß machen.Eines Tages las ich im Internet (www.sudibe.de) einen Artikel über ein Tandem. Darin stand, dass man auf einem Tandem immer so schnell ist wie der stärkere der beiden Fahrer. Und somit war bei mir die Idee geboren, uns ein Tandem zu zulegen. Doch ich war mir nicht sicher, ob Steffi überhaupt mitfahren würde. Es hat dann noch über ein Jahr gedauert, bis ich mich zum endgültigen Kauf entschlossen habe. Ich hatte das Gefühl, dass man auf einem Tandem bestimmt belächelt wird. Weiterhin wäre es bei dem recht hohen Preis eines Tandems natürlich auch schade, wenn es mehr in der Garage steht als dass es gefahren wird. Nach einer langen Suche im Internet bin ich dann bei der Marke “Ciclib“ fündig geworden. Das Preis-Leistungsverhältnis war optimal, da das Bike fast eine komplette XT-Ausstattung besaß. Ich habe das Tandem mit Klickpedalen ausgestattet, die sehr sinnvoll sind. Es kann sonst vorkommen, dass der stärkere Fahrer durch seinen Antritt dem Mitfahrer die Pedalen unter seinen Schuhen wegzieht und dieser kurzzeitig ins Leere tritt. Nach kurzer Eingewöhnungsphase waren wir beide ganz begeistert von unserem Tandem. Wir konnten feststellen, dass jeder nur die Kraft in die Pedalen geben muss, die er im Stande ist, zu leisten. Steffi wurde nicht mehr überfordert und wir konnten fast jeden Anstieg meistern. Und belächelt wurden wir auch nicht. Ganz im Gegenteil: Selbst Wanderer, die sonst schon mal mit Mountainbikern schimpfen, haben meistens einen flotten Spruch auf den Lippen. Wie z. B.: “Die da hinten tritt ja gar nicht mit“!  Nach einiger Zeit wollten wir dann auch Touren außerhalb des Sauerlandes unternehmen. Dafür waren wir jedoch gezwungen, uns einen entsprechenden Pkw-Anhänger anzuschaffen, da das Tandem nicht auf einen handelsüblichen Fahrradträger passt. Da ich schon einige Jahre an Mountainbike-Marathons teilgenommen hatte, kam mir die Idee, es doch auch einmal mit einem Tandem zu versuchen. Ich sah hierin eine besondere Herausforderung, da ein Tandem seinen Piloten ein besonderes fahrerisches Geschick und eine gute Koordination abverlangt. Ich fand jedoch zunächst niemanden, der sich als “Copilot“ hinten aufs Bike setzen wollte. Mein Opa sagte früher immer wenn er zu mir ins Auto stieg: “Junge, ich lege jetzt mein Leben in deine Hände.“ Und genau das tut der “Copilot“, da er keinerlei Möglichkeit hat, in das Fahrgeschehen einzugreifen. Bremsen und Schaltung werden nur vom Vordermann bedient. Raimund und ich haben uns erst nach einigen Radtouren mit “normalen“ Bikes als Team zusammengefunden. Das Team “Tandem-Race Sundern“ war geboren, nachdem wir festgestellt haben, dass wir konditionell und fahrtechnisch auf gleichem Level fahren und uns sehr gut verstehen. Bei unserem ersten Marathon-Rennen (Mega-Sports 2006) mussten wir leider schnell feststellen, dass unsere Übersetzung (zu große Kettenblätter) nicht für Rennverstaltungen ausgelegt war. Nach ca. 30 km verbogen sich an unserem kleinsten (Alu-)Kettenblatt die Zähne. Wir konnten dadurch den letzten steilen Berg nicht bewältigen, und fuhren ohne Wertung ist Ziel, wo wir von den Zuschauern trotzdem mit Begeisterung empfangen wurden. Das war für uns der Grund, beim nächsten Rennen mit neuen Kettenblättern, die wir aufgrund des besonderen Lochkreises und unseres Übersetzungswunsches nur in Frankreich bekamen, wieder anzutreten. Wir starteten das nächste mal beim Rennen in Saalhausen. Dieses mal hatten wir keine Probleme mehr an den Steigungen, jedoch mit den langen Abfahrten. Das Tandem besaß bis dahin eine “HS33“-Felgenbremse, die eine sehr gute Bremswirkung hat. Durch das hohe Gewicht des Tandems und das lange Bremsen erhitzten sich die Felgen derart, dass sogar das Felgenband geschmolzen war. Als wir an einem Bergabstück gerade eine Bikerin überholen wollten, platzte uns der vordere Reifen. Nach notdürftiger Reparatur und trotz vorsichtiger Fahrweise platzte der Reifen kurz vor dem Ziel erneut. Auch diesen Schaden konnten wir noch einmal reparieren und bis ins Ziel weiterfahren. Hieraus hatten wir nun wieder gelernt. Die Folge war:Das Tandem wurde hinten mit einer Scheibenbremse ausgestattet. Eine Scheibenbremse für vorne war nicht möglich, da die Gabel keine Aufnahme für den Scheibenbremssattel besaß. Beim nächsten Rennen in Nordenau starteten wir dann mit einem mulmigen Gefühl im Magen. “Ob dieses mal wohl alles hält?“ Doch es zeigte sich, dass die neue Scheibenbremse auf langen Abfahrten gut zum Einsatz kam und wir keine Überhitzungsprobleme mehr hatten. Leider verbog sich aber wieder das kleine Kettenblatt. Wir mussten deshalb den letzten Anstieg sogar schieben; kamen aber trotzdem ins Ziel, wo wir wieder mit viel Beifall von den Zuschauern empfangen wurden.

 

Nach diesem Rennen entschlossen wir uns, für das Tandem eine komplett neue Tandem-Kurbelgarnitur von Shimano zu kaufen. Diese war zwar recht teuer, aber man bekommt in jedem Bike-Shop Ersatzteile. Weiterhin sind die Kettenblätter aus Stahl, die sich als erheblich haltbarer gezeigt haben. Bis heute hatten wir jedenfalls keine Probleme mit verbogenen “Zähnen“ mehr und kamen bei jeder Veranstaltung ins Ziel. In diesem Winter ist das Tandem noch mit einer Federgabel Typ “marzocchi dirt jumper“ ausgestattet worden, wodurch es nun auch möglich ist, vorne auf Scheibenbremsen um zurüsten. Nicht jede Federgabel oder Scheibenbremse hat allerdings eine Zulassung/Freigabe für ein Tandem. Das sollte man vorher prüfen, da es sonst Probleme mit der Garantie und auch dem Versicherungsschutz gibt.  Tipp: Nicht bei jeder Unfallversicherung ist auch ein Versicherungs- schutz für die Teilnahme an Sport-/ Rennveranstaltungen enthalten. Das sollte man sich besser von seiner Versicherung vorher bestätigen  lassen. Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Beitrag die Entscheidung für ein Tandem erleichtern. Tandems gibt es mittlerweile einige gute auf dem Markt. Schwieriger ist aber das Angebot an “Copiloten“. Also besser erst den Mitfahrer suchen. Dann das Tandem kaufen. Als Team muss man sich gut verstehen, da man auf dem Tandem -fast wie siamesische Zwillinge- fährt und viel Zeit miteinander verbringen muss. Wir haben auch nach den Rennen immer sehr viel Spaß, da wir anschließend noch stundenlang über unsere “Heldentaten“ erzählen und lachen können. Vielleicht trifft man sich ja mal bei einem der nächsten MTB-Marathons. Habt ihr noch eine Frage, dann schickt uns einfach eine e-mail, die wir gerne beantworten. Ihr dürft auch schreiben, wenn wir für euch werben sollen. Denn wir haben die Erfahrung gemacht, dass ein Tandem nicht in der Masse von über 1.000 Startern untergeht, sondern sich von allen anderen abhebt und auffällt.